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Information über die Ergebnisse der Lösungsansätze zur Verbesserung der geburts- und kindermedizinischen Versorgung im Landkreis

19.06.2026
Peggy Weinlich
Lesedauer 2 Minuten
"Was, wenn es plötzlich losgeht oder das Kind krampft plötzlich und niemand ist da?" Diese Sorge ging Ende 2024 durch viele Familien in Freital. Mit der Schließung von Geburtshilfe, Gynäkologie und Pädiatrie schien für viele klar: Die medizinische Sicherheit vor Ort bricht weg. 🏥 Eltern bangten um kurze Wege und schnelle Hilfe. Auslöser für die Entscheidung des Krankenhauses waren die massiv gesunkenen Geburtenzahlen und die durch die Krankenhausreform vorangetriebene Spezialisierung von Häusern. 📉

Die Landkreisverwaltung hat am Montag zur Sitzung im Kreistag final die eigenen Erkenntnisse und Lösungsansätze für den gesamten Landkreis präsentiert 📊:

Die ambulante Versorgung sei laut KVS überdurchschnittlich gut:
👩‍⚕️ Gynäkologie im Weißeritzkreis bis zu 148% und in der Sächsischen Schweiz bis zu 173% Versorgungsgrad.
👶Kinderärzte: im Weißeritzkreis bis zu 112% und in der Sächsischen Schweiz bis zu 181% Versorgungsgrad.

Zudem stellte die KVS keine Versorgungsdefizite fest, kaum Beschwerden oder Terminanfragen.

Unabhängig davon hat die Verwaltung verschiedene Optionen geprüft: Aus der Ärzteschaft gab es allerdings kaum Interesse am Austausch zur kindermedizinischen Versorgung, Gesprächsrunden mussten teils mangels Teilnahme abgesagt werden. Auch daraus leitete der Landkreis letztendlich ab, dass vor Ort kein akuter Problemdruck gesehen wird.

Ein regionales Versorgungszentrum würde letztlich an rechtlichen Vorgaben und fehlenden Arztkapazitäten scheitern, ein Geburtshaus wiederum an zu wenig verfügbaren Hebammen (6–8 wären nötig), hohen Haftungsrisiken und der geringen Nachfrage (nur ca. 2% außerklinische Geburten).

𝐒𝐭𝐚𝐭𝐭𝐝𝐞𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐥𝐥 𝐝𝐞𝐫 𝐋𝐚𝐧𝐝𝐤𝐫𝐞𝐢𝐬 𝐚𝐮𝐟 𝐟𝐨𝐥𝐠𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐏𝐮𝐧𝐤𝐭𝐞 𝐬𝐞𝐭𝐳𝐞𝐧:
🤱 Mehr wohnortnahe Hebammenangebote,
🤝bessere Zusammenarbeit aller Beteiligten,
📱 Einbindung von Hebammen in die „Region-Lebensretter“-App für Notfälle.     ➩ externer Link

Theoretisch klingen die Zahlen positiv, Regionen gelten offiziell sogar als „überversorgt“.
Für viele Eltern fühlt sich das aber anders an, gerade wenn die Suche nach einem Kinderarzt oder die Terminfindung schwierig ist ...
Was jedoch funktioniert: die Notfallversorgung in den Kliniken. Ca. 500 Fälle wurden beispielsweise auf der Freitaler Notfallstation 2025 versorgt. 🚑

Erfreulicherweise hat der Landrat angedeutet, dass sich im 𝐌𝐕𝐙 𝐢𝐧 𝐃𝐢𝐩𝐩𝐨𝐥𝐝𝐢𝐬𝐰𝐚𝐥𝐝𝐞 ein neuer Kinderarzt ansiedeln wird, nachdem es in den letzten Wochen hier große Unsicherheiten gegeben hatte.

𝐅ü𝐫 𝐅𝐫𝐞𝐢𝐭𝐚𝐥 𝐛𝐥𝐞𝐢𝐛𝐭 𝐞𝐬 𝐝𝐞𝐧𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐝𝐚𝐛𝐞𝐢:Facharzttermine und stationäre Behandlungen finden überwiegend in Pirna oder Dresden statt. 🚗💨
Die Notfallversorgung sowie die kinderärztliche Betreuung vor Ort gelten aufgrund der derzeitigen gesetzlichen Grundlagen jedoch weiterhin als gesichert.

𝐖𝐢𝐫 𝐛𝐞𝐠𝐫üß𝐞𝐧, 𝐝𝐚𝐬𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐋𝐚𝐧𝐝𝐫𝐚𝐭 𝐝𝐚𝐬 𝐓𝐡𝐞𝐦𝐚 𝐚𝐤𝐭𝐢𝐯 𝐚𝐮𝐟𝐠𝐞𝐠𝐫𝐢𝐟𝐟𝐞𝐧 𝐡𝐚𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐟𝐚𝐜𝐡 𝐥𝐚𝐮𝐟𝐞𝐧 𝐥ä𝐬𝐬𝐭.
Als Fraktion sind wir offen für jede Idee, die dazu beiträgt, die medizinische Versorgung für Schwangere, Kinder und Familien im Landkreis zu sichern und weiter zu verbessern.

Deshalb haben wir zusätzlich eine Anfrage gestellt, um die Versorgung von Kindern und Jugendlichen sowie die medizinischen Angebote im ländlichen und städtischen Raum noch genauer aufzuschlüsseln und zu bewerten, um frühzeitig Mangel zu erkennen und intervenieren zu können. 🔍🛡️

Information über die Ergebnisse der Lösungsansätze zur Verbesserung der geburts- und kindermedizinischen Versorgung im Landkreis